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Autor: Christoph Asmuth
ISBN-13: 9783826063848
Einband: Taschenbuch
Seiten: 250
Format: 235x155x mm
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 01.12.2018

Kosmopolitisch Denken

.13, Kultur - System - Geschichte. Klassische deutsche Philosophie
In der Moderne haben Weltbürgertum und Nationalstaat die gleiche Geburtsstunde, nämlich in jener Epoche, in der die bürgerlichen Revolutionen gleichzeitig die jeweiligen Nationen konstituierten und dem europäischen Kontinent den Weg eines neuen gemeinsamen Schicksals eröffneten. Während die Welt selbst als eine neue Dimension des Politischen und des Rechts entsteht, übernimmt die Nation europaweit die Funktion einer unabdingbaren politischen und kulturellen Voraussetzung moderner Staatlichkeit. Hinter diesem weder zufälligen noch bedeutungslosen gleichzeitigen Auftreten auf der politischen Bühne der Geschichte Europas spielt sich zugleich eine philosophische Dialektik ab. Charakteristisch verdichtet zeigt sich das in der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, vor allem in der klassischen deutschen Philosophie und in der Romantik.Die Dialektik des Kosmopolitismus zwischen der einen Weltrepublik und den vielen Nationalstaaten führt zu Störungen in einem angestrebten harmonischen Pluralismus. Von Anfang an droht dieser Dialektik die Gefahr sich aufzulösen, indem die zwei Perspektivpole ihre begriffliche Spannung verlieren und sich die Pole in ihrer Beziehung aufeinander trennen, einerseits auf dem Weg eines nationalen und kulturellen Partikularismus, andererseits in der Form eines religiösen oder rationalen Universalismus.
Dieser Band stellt unter anderem Fragen nach der Funktion der Nation als Identitätsstruktur und als Integrationsmuster, nach der Grenzen der Volkssouveränität, nach dem Status Europas, der Spannung zwischen Anerkennung und Konflikt, der individuellen Aufgabe des Kosmopoliten, nach dem Kern des Weltbürgerrechts oder der Bedeutung der Grenzen in dieser kosmopolitischen Dialektik. Der Band prüft, inwiefern die Durchdringung der begrifflichen Spannungen des Kosmopolitismus in der klassischen deutschen Philosophie erhellend für die heutige Situation in Europa sein kann.
Editiert von: Christoph Asmuth, Quentin Landenne
Christoph Asmuth ist außerplanmäßiger Professor am Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Berlin. Quentin Landenne ist Gastprofessor an der Université Saint-Louis Bruxelles und Forscher im Prospéro Zentrum (USL-B) und im Centre de Théorie Politique (ULB).
Autor: Christoph Asmuth
ISBN-13:: 9783826063848
ISBN: 3826063848
Erscheinungsjahr: 01.12.2018
Verlag: Königshausen & Neumann
Seiten: 250
Sprache: Deutsch
Sonstiges: Taschenbuch, 235x155x mm